04163 ISO 56007 – ein Kurzprofil
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Die DIN EN ISO 56007 ist der Schlüssel zu erfolgreichem Innovationsmanagement. Der Leitfaden unterstützt Unternehmen dabei, Chancen und Ideen zu identifizieren, zu bewerten und in marktfähige Innovationen zu überführen. Mit Hinweisen auf praxisnahe Methoden wie Prototyping, Personas und Storyboarding hilft die Norm, Ungewissheiten zu reduzieren und nachhaltige Werte zu schaffen. Entdecken Sie bewährte Methoden, um Innovationsmanagement systematisch und zukunftsorientiert zu gestalten. Arbeitshilfen: von: |
1 Die ISO 56007 als Leitfaden für Werkzeuge und Methoden für Chancen und Ideen
Der ins deutsche Normenwerk übertragene Standard trägt den Titel: DIN EN ISO 56007:2024 – Innovationsmanagement – Werkzeuge und Methoden für Chancen und Ideen – Leitfaden [1]. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist im Deutschen auch die Bezeichnung ISO 56007 üblich – so auch in diesem Werk. Die aktuelle Ausgabe der Norm liegt in deutscher Fassung und in englischer Übersetzung vor.
Zweck der Norm
Die ISO 56007 weist darauf hin, dass das Management von Chancen und Ideen ein wesentlicher Bestandteil des Innovationsmanagementprozesses ist. Sie befasst sich mit den ersten Chancen und Ideen im Front-End, also im vorderen Teil des Innovationsprozesses, sowie mit Instrumenten und Methoden zur Identifizierung von Chancen, zur Erstellung und Validierung von Innovationskonzepten, die für die Entwicklung und Bereitstellung infrage kommen. Dabei können die Chancen und Ideen beliebigen Ursprungs sein, z. B. von der oberen Ebene, der unteren Ebene, von innerhalb oder außerhalb der Organisation. Abbildung 1 zeigt die Front-End-Innovationsaktivitäten im Innovationsprozess.
Abb. 1: Front-End-Innovationsaktivitäten im Innovationsprozess [1]
Die ISO 56007 weist darauf hin, dass das Management von Chancen und Ideen ein wesentlicher Bestandteil des Innovationsmanagementprozesses ist. Sie befasst sich mit den ersten Chancen und Ideen im Front-End, also im vorderen Teil des Innovationsprozesses, sowie mit Instrumenten und Methoden zur Identifizierung von Chancen, zur Erstellung und Validierung von Innovationskonzepten, die für die Entwicklung und Bereitstellung infrage kommen. Dabei können die Chancen und Ideen beliebigen Ursprungs sein, z. B. von der oberen Ebene, der unteren Ebene, von innerhalb oder außerhalb der Organisation. Abbildung 1 zeigt die Front-End-Innovationsaktivitäten im Innovationsprozess.
Struktur der Norm
Die ISO 56007 enthält sieben Hauptabschnitte und drei Anhänge. Die Leitlinien der Norm werden in den folgenden Hauptabschnitten dargelegt (s. Gliederung am Ende dieses Beitrags): [1]
Die ISO 56007 enthält sieben Hauptabschnitte und drei Anhänge. Die Leitlinien der Norm werden in den folgenden Hauptabschnitten dargelegt (s. Gliederung am Ende dieses Beitrags): [1]
| • | Normkapitel 4 befasst sich mit den Vorbereitungen des Managements von Chancen und Ideen, inklusive der wichtigsten Zuständigkeitsbereiche, grundlegender Fragen, der Weiterentwicklung von Ideen, zu berücksichtigender Innovationstreiber und verschiedener anwendbarer Methoden. |
| • | Normkapitel 5 bezieht sich auf personenbezogene und organisatorische Überlegungen und wie diese das Management von Chancen und Ideen beeinflussen können. |
| • | Normkapitel 6 beschreibt ausführlich die Aktivitäten des Managements von Chancen und Ideen sowie deren Beziehungen zueinander durch Identifizierung, Konzepterstellung und Validierung, die nochmals in Prüfung und Auswahl unterteilt ist. |
| • | Normkapitel 7 behandelt die Überprüfung und Bewertung von Front-End-Innovationsaktivitäten und -anstrengungen. |
Nutzen der Norm
Front-End-Innovationsaktivitäten bilden die ersten Schritte auf dem Weg zu zukunftsweisenden Innovationen. Um dorthin zu gelangen, unterstützt die Norm Innovatoren dabei,
Front-End-Innovationsaktivitäten bilden die ersten Schritte auf dem Weg zu zukunftsweisenden Innovationen. Um dorthin zu gelangen, unterstützt die Norm Innovatoren dabei,
| • | Innovationschancen zu nutzen und damit neue Geschäftsmöglichkeiten zu schaffen, |
| • | Chancen und Ideen systematisch zu verwalten, um einen größeren Wert aus den Front-End-Innovationsaktivitäten zu ziehen, |
| • | geeignete Methoden und Instrumente in den ersten Schritten des Innovationsprozesses richtig anzuwenden, |
| • | tragfähige Innovationskonzepte zu erstellen, zu validieren und zu bewerten, |
| • | Ungewissheiten zu identifizieren und auf ein akzeptables Maß verringern. [1] |
Die Normenreihe
Die ISO 56007 ist der Normenreihe ISO 56000 ff. zuzuordnen, die aus folgenden weiteren Normen besteht:
Die ISO 56007 ist der Normenreihe ISO 56000 ff. zuzuordnen, die aus folgenden weiteren Normen besteht:
| • | ISO 56000: Innovationsmanagement – Grundlagen und Begriffe |
| • | ISO 56001: Innovationsmanagement – Anforderungen |
| • | ISO 56002: Innovationsmanagement – Innovationsmanagementsystem – Leitfaden |
| • | ISO 56003: Innovationsmanagement – Werkzeuge und Methoden für Innovationspartnerschaften – Leitfaden |
| • | ISO/TR 56004: Innovationsmanagement Assessment – Leitfaden |
| • | ISO 56005: Innovationsmanagement – Werkzeuge und Methoden für IP-Management – Leitfaden |
| • | ISO 56006: Innovationsmanagement – Werkzeuge und Methoden für das Management strategischer Informationen – Leitfaden |
| • | ISO 56007: Innovationsmanagement – Tools und Verfahren für das Ideenmanagement – Leitfaden |
| • | ISO 56008: Innovationsmanagement – Werkzeuge und Methoden zur Messung der Innovationsabläufe – Leitfaden |
| • | ISO/TR 56009: Innovationsmanagement – Beispielimplementierungen von Innovationsbetriebsmessungen |
| • | ISO/TS 56010: Innovationsmanagement – Erläuternde Beispiele für ISO 56000 |
Anwendungsbereich der Norm
Die ISO 56007 enthält Leitlinien zur kompletten Bandbreite an Innovationsarten, also von inkrementellen bis zu radikalen Innovationen, so wie sie in der ISO 56000 definiert sind. [1] Sie ist vorgesehen
Die ISO 56007 enthält Leitlinien zur kompletten Bandbreite an Innovationsarten, also von inkrementellen bis zu radikalen Innovationen, so wie sie in der ISO 56000 definiert sind. [1] Sie ist vorgesehen
| • | für alle Anwender, die an Innovationen beteiligt sind, egal ob es sich dabei um Organisationen oder um einzelne Personen handelt, |
| • | für alle Organisation, egal welcher Art oder Größe, |
| • | um ein Verständnis zur Wertschöpfung und Wertrealisierung zu schaffen, sei es zum Gewinn, zu gesellschaftlichen Auswirkungen, zu Änderungen der strategischen Ausrichtung oder zu anderen Zwecken. |
Hinweis
Gemäß ISO 56007 kann die Norm insbesondere von folgenden Arten von Organisationen bzw. Personen angewendet werden: [1]
| • | etablierte, große Organisationen (gewinnorientiert und mit sozialem Wert), die ihre Managementaktivitäten von Chancen und Ideen systematischer gestalten möchten; |
| • | kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs), die ihre Innovationsaktivitäten stärker strukturieren möchten; |
| • | Start-up-Unternehmen/Risikokapitalgeber, die überlegen, wie sie Chancen und Ideen systematischer bewerten können; |
| • | nicht gewinnorientierte Organisationen, die sich Innovationsaktivitäten zunutze machen möchten, um eine innovativere Organisation zum Nutzen ihrer interessierten Parteien aufzubauen; |
| • | Nichtregierungsorganisationen (NROs), die darauf abzielen, innovationsbezogene Ökosysteme durch wirksamere und effizientere Innovationsaktivitäten zu verändern; |
| • | organisationsinterne oder organisationsfremde Personen, die einen Rahmen für das Management von Chancen und Ideen suchen; |
| • | Universitäten und Forschungseinrichtungen, die neue Wege zur Wertschaffung erkunden, indem sie auf die Bedürfnisse und Erwartungen der Organisation und ihrer interessierten Parteien eingehen. |
In der ISO 56007 wird darauf hingewiesen, dass die Weiterentwicklung von Innovationskonzepten zu Lösungen und zum Bereitstellen dieser Lösungen nicht im Anwendungsbereich der Norm liegt (siehe Abbildung 1) [1]
2 Vorbereitende Maßnahmen treffen
Grundlegende Aspekte beachten
Um erfolgreich Chancen zu nutzen und Ideen zu generieren ist es zunächst erforderlich, einige grundlegende Aspekte zu beachten. So sollte sich eine Organisation [1]
Um erfolgreich Chancen zu nutzen und Ideen zu generieren ist es zunächst erforderlich, einige grundlegende Aspekte zu beachten. So sollte sich eine Organisation [1]

